Archiv der Kategorie: Hardware

Always change a running system for better performance

i Mac you, Baby!

Lange Jahre habe ich als gestandener Windoof-User auf die Mac-Gemeinde mit einem lächelnden Augenzwickern herabgesehen. Wer die Kohle hat, der soll sich so ein Ding kaufen. Für mich kamen Komplett-PCs (wie auch früher Hifi-Kompaktanlagen) natürlich nicht in den Topf. Ich will auswählen, zusammenstellen, schrauben und selbst installieren.

iMac in Aktion

Das änderte sich erst mit den neue Alu-iMacs. Optisch haben die klar die Nase vorn und mit dem neuen Mac OS X 10.5, dem Leoparden, steht nun auch ein Betriebssystem zur Verfügung, das einem Windoof-Nutzer die Tränen in die Augen treibt.

Gerüchte über die neuen Macs gab es schon lange und im September letzten Jahres waren die ersten Modelle in den Apple-Stores zu haben. Ich wollte noch auf Leopard warten, so dass meine Bestellung im Oktober rausging. Sechs Wochen später war es dann soweit. Die Post lieferte einen 24 Zoll Alu-iMac mit einem 2,4GHz Intel Core 2 Duo Prozessor, 4 GB RAM, einer 320 GB Festplatte und einer ATI Radeon HD 2600 Pro mit 256MB:

iMac im Pappkarton
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iMac-Verpackung
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iMac-Verpackung Detail
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iMac ausgepackt
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iMac Erstinstallation
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iMac Startvorgang

Neue Kleider für Monroe: der Stacker 832

Der Sommer zieht auf, heute hat’s schon 17° draußen! Zeit, dass ich mir noch einmal Gedanken um die Kühlung meiner Hardware mache. Letzten Sommer hatte ich regelmäßig über 30° Raumtemperatur, Flachdach und Klimakatastrophe sei Dank. Ganz abgesehen von einem 600 und einem 420 Watt Netzteil und zwei Monitoren :ugly: Deswegen gab es Probleme mit der Kühlung von Whirlwind, und nun steht Monroe hier in einem obendrein mit Dämmmatten gesilencten Gehäuse: da ist der Hitzestau abzusehen. Beim Belüftungskonzept ist die erste Frage natürlich: Luft oder Wasser? Eine Wasserkühlung schien mir dann aber doch eher der letzte Schritt. Das will ich mir für den „Notfall“ aufheben, wenn nichts sonst mehr geht. Also Airflow pur und bitte mit einem Gehäuse das dieses Konzept auch voll unterstützt: dem Coolermaster Stacker in der 832er Version.
CM Stacker 832 komplett
Er bietet ab Werk Platz für sechs 120mm Lüfter (1 x vorne, 1 x hinten, 4 x Seitenteil) und hat auch im Boden und oben gelochtes Blech als Lufteinlass. Auf dem Foto oben kann man die Halterungen für die Seitenlüfter durchschimmern sehen.
CM Stacker 832 von oben
Die Front ist ebenfalls komplett offen. Der Staub wird von feinmaschigen Netzen aufgehalten, wie gut das funktioniert muss ich aber erst noch sehen.
CM Stacker Front
Ganz unten ist der Frontlüfter eingebaut, ab Werk mit blauem Licht. Naja, ist Geschmacksache. Der Lüfter fliegt demnächst eh raus, kommt ein leiser Scythe S-Flex rein. Aber den blauen Ein/Ausschaltknopf find ich sehr gelungen.
CM Stacker 832 Front beleuchtet
Ein/Aus- und Resetknopf sowie praktische Frontanschlüssse gibts also auch.
CM Stacker 832 Front Detail
Das Innenleben samt Utensilienkarton. Der steckt im entkoppelten Festplattenkäfig.
CM Stacker 832 innen
Gerne gesehen: der Mainboardschlitten. Nicht gerne gesehen: der ganze Dreck im Prozessorkühler.
CM Stacker 832 Mainboardschlitten
Es gibt bei Coolermaster eine schöne Flash-Animation über den Zusammenbau des Gehäuses. Der ist einfach und komfortable, so dass ich mir Fotos schenke. Demnächst werden die neuen leisen Scythe 120mm Lüfter eingebaut und ein Scythe Infinity CPU-Kühler. Dann mehr Bilder.
Scythe Infinity CPU Cooler
Ein paar grundsätzliche Dinge zum Thema Kühlung gibts im Hardwareluxx-Forum und zum Stacker selbst natürlich auch bei Hardwareluxx.

Whirlwind endlich gut gekühlt: Der Thermalright SI-120 mit Papst Lüfter

Wie verbaue ich einen Thermalright SI-120 mit einem Papst-120mm-Lüfter (4412F/2GL) auf einem DFI LanParty UT SLI-DR-Expert (Sockel 939) Mainboard mit Athlon 4000+ ?
So:
Original DFI Retentionsmodul
Zuerst wird das der alte Lüfter und das gelbe Original-Retentionsmodul ausgebaut.
Thermalright Retentionsmodul und Athlon Proszessor mit Wärmeleitspaste
So sieht das schwarze Thermalright Retentionsmodul aus. Es wird einfach festgeschraubt, ein Ausbau des Mainboards ist nicht notwendig. Das Bild zeigt auch die Verteilung des Wärmeleitpaste auf dem Athlon 4000+. Ich benutze die gute Arctic Silver V. In der Mitte ist ein dicker Tropfen, der sich dann „von alleine“ gleichmäßig verteilt.
Thermalright Kühlkörper
Ohne den Papst-Lüfter sieht der Kühler noch etwas nackt aus.
Original DFI Retentionsmodul
Die Metallklammer befestigt den Lüfter schraubenlos. Der blaue Gummistreifen wird an zwei Stellen oben auf dem Kühlkörper verklebt (selbstklebend) und dient zur Dämmung der Lüftervibrationen.
Detailfoto: Befestigung und Dämmung des Themalright Si-120
Das Ganze im Detail.
Heatpipes des Themalright Si-120
Der dicke Metallblock unten nimmt die Wärme des Athlon-Prozessors auf, die Heatpipes leiten die Wärme weiter zum Kühlergrill, der vom Lüfter durchblasen wird.

Thermalright SI-120 auf Whirlwind

Endlich kalt genug für Whirlwind! Der Thermalright SI-120 bringt eine sehr gute Kühlleistung (49°C unter Last) zu leisester Lautstärke. Finally möchte ich sagen. Als Teaser schon mal Fotos und Kurzbeschreibungen vorab.
Whirlwind Thermalright SI-120 von der Seite
Bis vor kurzem lief noch der kupferne Zalmann 9500. Auch ein guter Kühler, aber er brachte den Prozessor nur auf 63°C bis 65°C. Ich konnte den Zalman nicht richtig befestigen. Selbst nach kräftigem Festzurren der Schrauben am Retentionsmodul schlockerte er nur so auf dem Prozessor herum. Der Standardlüfter „boxed“ bringt es auf 59°C.
Whirlwind Zalman CNPS 9500LED
Übrigens sitzt Herr Whirlwind nun auch in einem neuen Gehäuse. Ich bin wieder auf das Chieftec Mesh-Midi zurückgekommen. Im Gegensatz zu Brainstock allerdings ungedämmt.
Whirlwind Thermalright SI-120 von oben

Vom Quälgeist um Leisetreter

Das LANPARTY UT NF4 SLI-DR Expert hat ab Werk einen nervigen Chipsatz-Lüfter (ca. 6.400 U/min, ein richtiger Radaubruder). Deshalb habe ich ihn durch eine passive Kühllösung (einen Zalman NB47J) ersetzt. Natürlich muss das Gehäuse entsprechend belüftet sein, damit der Chipsatz nicht zu heiß wird. Wie immer empfiehlt sich ein Luftstrom, der vorne unten ins Gehäuse eingesogen und hinten oben wieder herausgeblasen wird. So fließt die kühlere Raumluft am blauen Zalmann vorbei über den Prozessorlüfter hinaus wieder in den Raum. Im ersten Bild ist zusätzlich der Luftstrom eines Türlüfters eingezeichnet. Der ist auch nötig, denn wie gesagt: der NF4 wird ver*** heiß.

Luftstrom im LianLi 6070 PLUS

Benötigte Komponenten: Zalman NB47J

Das ist der Standard-Lüfter.
nerviger DFI-Standard Lüfter

Um ihn abzumontieren muss das Board ausgebaut und herumgedreht werden. Mit einer kleinen Zange werden die „Festhaltestöpsel“ aus Hartgummi zusammengedrückt, nach oben geschoben und herausgezogen. Geht ganz einfach.
Im gelben Kreis die „Festhaltestöpsel“ mit dilletantischer Vergrößerung eben jener Stöpsel.
DFI NF4-Chipsatz-Lüfter ausgebaut

Und hier der passive Ersatz (Zalman NB47J) mit Wärmeleitpaste und Befestigungsmaterial (im Lieferumfang enthalten).
Zalman NB47J (Blauer Zalman)

Nackt! 😉 Der NF4-Chipsatz ohne Lüfter.
NF4-Chipsatz ohne Lüfter

Aber der Reihe nach. So sieht der Zalman von unten aus. Die Führungen links und rechts erlauben das individuelle Justieren der Befestigung. Die genaue Ausrichtung der Schrauben ist etwas Fuddelarbeit, gelingt dann aber doch recht einfach.
Zalman NB47J (Blauer Zalman) Ansicht von unten

Gehalten wird der Kühlkörper von kleinen Federn, die ihn auf das Board drücken. Die Spitze des schwarzen Plastikstäbchens wird durch das entsprechende Loch auf dem Mainboard gedrückt und hält dann durch den Druck der Feder von alleine.
Zalman NB47J Detailansicht

Auch ganz wichtig: Das Reinigen der zu kühlenden Flächen mit Isopropanol Alkohol. Danach wird ein Tropfen Wärmeleitpaste aufgetragen.
Isopropanol

Jau, und so sieht das dann aus, wenn es fertig ist. Erstmal ein Foto ohne Grafikkarte.
DFI Lanparty Sli-DR Expert mit Zalman-Passivkühler für die Northbridge

Und hier mit Grafikkarte. Wie man sieht, passt da gerade noch ein Blatt Papier dazwischen. Aber geradeso.
Zalman und Grafikkarte

Hier der Link zum Hardwareluxx-Forum mit weiteren Einbaubeispielen und Anregungen zum passiven Kühlen des NF4-Chipsatzes: NForce4 Passivkühlkörper für DFI